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Forstamt

Italian Frying Pepper ‘Pimientos Friggitello’

Capsicum annuum L. ‘Friggitello’

A taste of the Mediterranean, piquant on the plate

Green Friggitello peppers on the plant
Andrea Haumer

Friggitello ist eine milde italienische Paprikasorte, die grün geerntet und in der Pfanne verarbeitet wird. Der Name stammt von friggere, italienisch für „braten“ – und genau das ist die Tradition: Die ganzen Schoten werden kurz in Olivenöl gebraten, bis sie zart und leicht gebräunt sind, und mit etwas Salz vollendet. Die dünnen Wände werden dabei weich und seidig, während sich der Geschmack zu einer wunderbaren Süße konzentriert. Dünn aufgeschnitten und roh eignen sich die Schoten auch hervorragend als Sandwich-Belag.

Paprika oder Chili?

Im deutschsprachigen Gartenjargon wird „Paprika“ gerne locker verwendet – Friggitello ist aber eine frische Paprikasorte und nicht das Gewürzpulver Paprika.

Mild – meistens

Der Reiz von Friggitello liegt in seiner Milde: Paprika-Aroma ohne die Schärfe einer Jalapeño oder Habanero. Doch in jeder Herde gibt es schwarze Schafe – je nach Genetik und Anbaubedingungen können einzelne Früchte auch einmal schärfer ausfallen.

Anbau bei Forstamt

Friggitello mag es warm. Bei Forstamt ziehen wir sie im Glashaus, Früchte gibt es ab Juli.

Saatgutquellen

  • Austrosaat – Fried Peppers Friggitello
  • Sperli – Gemüsesamen Grillpaprika
  • Franchi – Peperone Frigitello
  • Italienische Paprika Friggitello
  • Frigitello de Padrón

Die Jungpflanzen kaufen wir bei der Gärtnerei Trapp in Sighartstein.

Von Amerika nach Italien

Friggitello gehört zu Capsicum annuum, einer Art, die lange vor der europäischen Kolonialisierung in Amerika domestiziert wurde und heute von süßen Paprika bis zu scharfen Chilis reicht. Nach dem Kolumbianischen Austausch im späten 15. und 16. Jahrhundert verbreitete sich Capsicum rasch von Amerika nach Europa – und Italien nahm die Paprika mit besonderer Begeisterung auf und züchtete eine große Vielfalt lokaler Sorten.

Wann genau die heutige ‘Friggitello’ entstand, ist nicht gut dokumentiert. Über Generationen hinweg wählten italienische Gärtner jene Paprika aus, die zu Klima, Boden, Küche und Markt passten. Ein besonders erfolgreiches Ergebnis: eine kleine, dünnwandige, milde grüne Paprika, gemacht zum schnellen Braten in Öl – eng verbunden mit Mittel- und Süditalien.

Italienische Quellen verorten die friggitelli heute vor allem in Kampanien – im Agro Nocerino-Sarnese rund um Salerno sowie in den Gegenden um Acerra und Nola bei Neapel – mit regionalen Unterschieden: Der Nocerino-Typ gilt als unregelmäßiger in der Form, der neapolitanische Typ als länger und spitzer. Das Vocabolario Treccani definiert friggitello schlicht als kleine, grüne, längliche, süße Paprika, typisch für Mittel- und Süditalien – am Ende genau das Rezept für eine gute Bratpaprika: klein, dünnwandig, zart, aromatisch und im Ganzen leicht zu braten.

Der Beweis liegt natürlich im Essen.

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